Tanzen gegen Tiefs
Tanzen ist eine anerkannte therapiebegleitende Maßnahme
Kreative Angebote verbessern das Wohlbefinden Kranker deutlich. Doch auch das Klinikpersonal ist zufriedener, wenn es Möglichkeiten zum Basteln, Malen oder Tanzen gibt.
Menschen sind ausgeglichener, wenn sie sich kreativ auszuleben können. Musische und handwerkliche Beschäftigungen steigern ihr Wohlbefinden und reduzieren Ängstlichkeit und Depressionen, sagt eine Untersuchung der Manchester Metropolitan University mit über 100 Teilnehmern.
Die Forscher um Clive Parkinson nahmen in ihre Drei-Jahres-Studie mit dem Namen „Invest to save: Arts in Health“ Projekte wie Malen, Tanzen, Basteln, Musizieren und Schreiben auf. Dabei lag es den Wissenschaftlern besonders am Herzen, dass die Kurse sowohl in Krankenhäusern als auch außerhalb angeboten werden. Es zeigte sich: Die Teilnehmer waren besser gelaunt, hatten mehr Energie und waren zuversichtlicher, wenn sie in einem der Bereiche aktiv waren. Überraschenderweise spiegelt sich das gleiche Bild in den Aussagen des Pflegepersonals wider. Wenn Teams in künstlerisch-handwerkliche Projekte ihrer Klinik eingebunden wurden, waren sie durchwegs zufriedener mit ihrer Arbeit als die Kontrollgruppe, die ausschließlich pflegerisch tätig war.
„Menschen zu ermutigen, kreativ zu sein, kann einen großen Einfluss auf ihre Gesundheit und ihr generelles Wohlbefinden haben“, sagt Clive Parkinson. Denn Menschen, die krank, depressiv oder isoliert sind, scheuen häufig Herausforderungen und machen sich kaum Gedanken um einen gesunden Lebensstil. Kreative Angebote inspirieren sie wieder und geben ihnen das Gefühl zurück, Kontrolle über das eigene Leben zu haben. Damit steigt ihre Fähigkeit, den Alltag selbstständig zu bewältigen, und sie fühlen sich besser. hb/Manchester Metropolitan University
(Quelle/Bild: focus.de)