Tanzen statt Tabletten!
Bewegung ist ein preiswertes Patentrezept für ein gesünderes Leben. „Es ist so gut, wenn man sich mal fallen lässt und so den Kopf freimacht“, sagte Yoko Ono, die Witwe des Ex-Beatles John Lennon, im Interview. Sie tanze mit 73 Jahren noch hin und wieder gern die ganze Nacht durch, ging dieser Tage durch die Presse. Ja, Tanzen macht Spaß und mehr als das...
„Deutschland bewegt sich“ lautet konsequenterweise auch das Motto der Gesundheitsinitiative von Deutschlands größter Krankenkasse, der BARMER. Der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverband e.V. (ADTV), Partner der BARMER, schließt sich dieser Aufforderung gern an. Denn: in punkto Bewegung haben der ADTV bzw. seine Tanzschulen für jede Altersklasse - vom Dreikäsehoch bis zu den fitten „neuen Alten“ mit über 80 - viel zu bieten.
Die Tanzschulen in Deutschland verzeichneten in den letzten beiden Jahren einen Kundenzuwachs von jeweils rund zehn Prozent, so Antje Kurz, Pressesprecherin des ADTV. Tanzen liegt eindeutig im Trend. Das ist kein Zufall! Tanzen ist eine der schönsten und angenehmsten Formen von Bewegung. Und Bewegung ist für eine zum großen Teil im Büro sitzende Gesellschaft und eine Gesellschaft, in der immer mehr Menschen immer älter werden, d e r Schlüssel für ein gesünderes Leben. In Zeiten explodierender Gesundheitskosten ein hochwichtiges Thema.
Tanzen kann im Körper viel bewirken, uns beweglicher, flexibler, glücklicher und sogar klüger machen. Mediziner, Therapeuten und Psychologen haben das längst erkannt. Sie setzen Tanzen präventiv und als Therapie ein. Sogar bei Krankheiten, die als unheilbar gelten. Mit Erfolg. In Zusammenarbeit mit dem ADTV Tanzlehrer Lutz Jauch (aus Langen bei Bremen) führt der Neurologe Prof. Dr. Sven Odin gerade eine Studie über die Verlangsamung des Krankheitsverlaufs durch Bewegung durch. Der seit mehreren Jahren erkrankte Jauch bietet selbst Tanzkurse für von Parkinson Betroffene und ihre Angehörige in seiner Tanzschule an.
Priorität hat natürlich die Prävention. Statistik und Straßenbild zeigen zurzeit in Deutschland und ganz Europa den Beginn einer gefährlichen Entwicklung: Es gibt immer mehr übergewichtige Kinder und Jugendliche, manche bereits mit XXL-Figuren, begleitet von Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes, Rücken- und Gelenkschmerzen. Neben vernünftiger Ernährung fehlt ihnen vor allem eins: Bewegung! Die ADTV Tanzschulen bieten diese Bewegung bereits für die Jüngsten: Kindertanzangebote wie Pamperstanzen und Baadingoo Tanzspaß, Ballett, Jazz-Dance & Co. Dass zwischen guter Motorik und mathematischem Vorstellungsvermögen ein Zusammenhang besteht, ist keine ganz neue Erkenntnis mehr. Für Jugendliche reicht die Angebotspalette von HipHop, über Videoclip-Dancing bis zum Paartanzen.
Aber Tanzen ist ein Bewegungstraining für alle Altersklassen! Sanft trainiert es Muskulatur und Ausdauer, bietet einen Ausgleich zu unserem zweckgebundenen, technisierten Alltag. Man kann beim Tanzen Gefühle zeigen. Eine Studie der Uni Tübingen belegt, dass sich durch freie Bewegungen nachhaltig Depressionen, Ängste, zwanghaftes Verhalten und Stress verringern lassen. Bei wiederholten schwungvollen Bewegungen steigt der Serotoningehalt im Blut. Serotonin ist das Glückshormon, das für gute Stimmung sorgt und Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol abbaut. Eine prima Stärkung für das Immunsystem. Eine holländische Studie weist aus, dass Tanzen überdies eine wirksame Vorsorge gegen Demenz ist. Das ergänzt sich mit einer Meldung, die dieser Tage in vielen Zeitungen zu lesen war. Alte Menschen, die sich einsam fühlen, erkranken statistisch gesehen eher und nachhaltiger an Demenz.
„Zu einer wichtigen Erkenntnis der letzten Zeit gehört auch, dass Tanzen und andere rhythmische Bewegungsübungen offenbar den altersbedingten kognitiven Abbau aufhalten, bzw. verlangsamen können.“ So der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und –psychotherapie, Martin Haupt.
Tanzen ist viel mehr als nur eine angenehme Freizeitbeschäftigung. Es kann dazu beitragen, fit und gesund von klein auf an bis ins hohe Alter zu sein.
(Quelle: Pressemitteilung www.tanzen.de)